Mund Auf! (Augen zu)
Küssen oder nicht Küssen – das ist die Frage.
Warum Knutschen nicht nur aufregend sondern auch gesund ist und wie mann es richtig macht, steht in der Septemberausgabe der MÄNNER. Und damit das Ganze nicht so therotisch bleibt, gibt’s sechs Seiten Fotos dazu. Für den neuen Bildband “Kissed” haben Spitzenfotografen Kerle abgelichtet, die schon verstanden haben, wie schön Lippenbekenntnisse sein können. Wir zeigen Auszüge.
Ich weiß, was Du diesen Sommer getan hast…
MÄNNER ist gegen den Beginn der Heizperiode. Deswegen wollten wir wissen, was unsere Leser letzten Sommer getan haben, was besondern schön, sexy oder spannend war. Hier erste Ergebnisse. Noch viele andere tolle Geschichten, bei denen einem auch im Septemberregen warm um’s Herz wird in der aktuellen Ausgabe.
Na endlich!
Dirk Bach traut am 2. September Chris und Olli in “Verbotene Liebe”
3.680 Folgen „Verbotene Liebe“ mussten ins Land gehen, ohne dass in der ARD-Soap je eine Homo-Hochzeit gefeiert wurde. Stattdessen mussten schwule Romantiker immer wieder um die Beziehung des Serien-Traumpaars Christian Mann (Thore Schölermann) und Oliver Sabel (Jo Weil) bangen. Erst hatte Olli ein Techtelmechtel mit einem Partyveranstalter, dann poussierte Christian mit Modedesignerin Rebecca von Lahnstein herum. Am 2. September wird all das nun vergessen sein. An diesem Tag (in Folge 3.681) geben sich die Jungs endgültig das Ja-Wort – und bekommen dabei sogar den Segen eines Pfarrers. Von Pfarrer Hinze um genau zu sein, der von niemand Geringerem als Dirk Bach gespielt wird. Schluchz! Also: Mit Chips und bester Freundin auf’s Sofa und mitgeweint oder die Festplattenrecorder programmiert.
Verbotene Liebe
2. September, ARD, 18 Uhr
www.daserste.de/liebe
Happy Birthday Ralph Siegel!
“Mister Grand Prix” wird am 30. September 65 Jahre alt. Die MÄNNER gratuliert und hat den Jubilar zu einem exklusiven Interview in München getroffen. Dabei hat er uns unter anderem verraten:
“Ich habe nie ein gestörtes Verhältnis zu Homosexuellen gehabt. Egal ob das Rex Gildo oder Louis Potgieter von Dschinghis Khan waren. Untereinander sind wir normal mit dem Schwulsein umgegangen. Allerdings ist der Staat nicht normal damit umgegangen. Es gab damals ja noch den Paragrafen 175. Bezogen auf Menschenrechte vielleicht das Grässlichste, was ich als aufwachsender Mensch erleben musste.”
Was Ralph Siegel über Lena denkt? Wie viele Titel er für den Grand Prix schon eingereicht hat? Und warum er dankbar ist “überhaupt so alt zu werden”? Selber lesen macht schön, schlau und sexy. Jetzt in der September Ausgabe der MÄNNER!
The Score
Der Wettkampf der langen Blicke ist eröffnet. Es ist ein Wettkampf zwischen Objekt und Betrachter. Es treten an: Die durchtrainierte Mannschaft von US-Fotograf John Gress gegen … dich. Aber Vorsicht! Die Gress-Mannschaft beherrscht das Spiel der langen Blicke erstklassig. Und sie spielt nicht fair. Denn am Ende zählt für sie nur eines: das Ergebnis, der Sieg. Wenn du den Model-Blicken also standhalten willst, lass dich nicht ablenken. Nicht von einem Wassertropfen, der vom Kinn des Gegners tropft. Nicht von einem Dolce-&-Gabbana- Schweißband, das die Angriffslust seines Trägers konterkariert. Auch nicht von einer rasierten Achselhöhle, einem glänzenden Schweißfilm oder einem geheimnisvollen Schultertattoo. Immer in die Augen sehen und an das Ergebnis denken, den Sieg. Abgesehen davon: Das hier ist nur das Probetraining. In dem Fotoband „The Score“ geht der Wettkampf
weiter. Und dort haben die Gegner noch kniffligere Tricks auf Lager.
The Score
John Gress
Bruno Gmünde r 2010
128 Seiten , 49,95 Euro
www.brunogmuender.com
www.johngress.com
blog.johngress.com
Schwarz auf dem Schiff
Schwarzes Leder, dicke Stiefel, Chaps und Polizeiuniformen flanierten an diesem Wochenende die Lange Reihe in Hamburg auf und ab. Die Nonnen, die zur Erzdiözese von Nordelbien im Mariendom um die Ecke unterwegs waren, mussten an diesem Wochenende besonders viel für die Seelen der tausenden Fetischkerle beten, auch wenn das, was hier zum 37. mal zelebriert wurde, dem einen oder anderen Bischof gefallen dürfte.
Zum zweiten Mal wurde auf schwankendem Untergrund im metallenem Bauch und auf Deck der MS Stubnitz gefeiert, nachdem die vom Hamburger Fetischclub Spike organisierten Festivitäten die legendäre MS Cap San Diego verlassen musste und auf festem Boden feiern musste. Voller und wilder als im letzten Jahr ging es auch in den vor Schweiß dampfenden Riesenkojen zu. Nach der Freitagsparty im Sexclub Cantonium war die nautische Party der Höhepunkt dieses Wochenendes.
CSD Hamburg
Unter dem Motto “Gleiche Rechte statt Blumen” stand die diesjährige CSD-Parade in Hamburg. Es hätte aber auch “Blauer Himmel statt Wolken” lauten können. Der Paradensamstag war ein schwuler Schönwetter-Rausch. Da konnte auch die Dauerbaustellenatmosphäre am Jungfernstieg die Stimmung nicht trüben. Bis um Mitternacht war das Gebiet rund um die Alster eine große Tanzfläche. Blumen gab’s in Form von Girlanden trotz des Mottos viel zu sehen. Und was die “gleichen Rechte” angeht: an diesem Wochenende hatten Homos in der Hamburger City eindeutig Vorrecht. Nachts ging’s entweder zur offiziellen CSD-Party im Edelfettwerk oder zur Soli-Party ins Besetzerhaus Neue Flora, wo sich das queere Indie-Volk traf.
Original Plumbing
Vor gut einem Jahr beschlossen Amos Mac und sein bester Freund Rocco Kayiatos, die Transmann-
Szene endlich mal ins rechte Licht zu rücken. Mittlerweile ist bereits die vierte Ausgabe ihrer Zeitschrift „Original Plumbing“ erschienen, die mit einer Auflage von immerhin 2000 Stück vor allem über das Internet vertrieben wird.
Amos, alle Fotos im Heft sind von dir. Was zeigst du?
Wenn ich die Leute fotografiere, gebe ich ihnen die Möglichkeit, ihre Geschichte zu erzählen. Die Bilder sind eine Sache, aber die Tatsache, dass hier ganz alltägliche Männer ihre Geschichte erzählen, ist sehr wichtig. Es geht ja nicht nur um den Übergang von Frau zu Mann, sondern auch um das ganz normale Alltagsleben.
Wie lernst du die Leute kennen, die du fürdas Heft fotografierst?
…
Das vollständige Interview und weitere Fotos in der August-Ausgabe der MÄNNER.
BUTCH ist…
…Bepackt? Beautiful? Bärtig? Bottom? Behaart? Besonders?
6 Männer packen aus: Micky Friedman, Rummelsnuff, Samuel Colt, Buck Angel, Just Men Berlin & Shaker Attisha.
Mit Fotos von Rick Day, Ray Van Zeschau, Felix Drobek, Dylan Rosser & Mark Berry
Bitch oder Butch?
Liebe Leser,
wer heute in der Schwulenszene punkten will, muss butch sein. Trotz Drag-Diven auf CSD-Umzügen eifert der schwule Mainstream mehrheitlich längst einem toughen Männlichkeits-Ideal hinterher. Nicht schrill und schräg, sondern bepackt und behaart. Aber was macht überhaupt einen butchen Kerl aus? Sind es nur die Muskeln und das markante Gesicht? Oder eher innere Werte, männliche Tugenden sogar?
Wir haben sechs Kerle gefragt, die es wissen müssen: Darunter Rummelsnuff, den böse dreinschauenden Elektropop-Star, der sein Geld auch als Türsteher vor dem Lab, dem Sexclub des Berliner Berghain, verdient (Seite 14). Außerdem Micky Friedman, der zum Ballettensemble der Komischen Oper in Berlin gehörte, bevor er jetzt als DJ zwischen Toronto, Tel Aviv und Moskau hin und her jettet. Dabei hat sich der hübsche Tänzer nicht nur neu erfunden, sondern auch eine kerlige Model-Figur antrainiert (Seite 17). Und Porno- Newcomer Samuel Colt sagt von sich, er sei von Natur aus butch. Mit der Frage, wer top und wer bottom ist, hat Butchsein seiner Meinung nach übrigens nichts zu tun. Wenn überhaupt, sind die Bottoms butch (Seite 16)!
Unser Redakteur Johannes J. Arens erzählt in der Glosse von seiner Kindheit, in der Butchsein in einer Gruppe besonders auffällig war: nicht bei den Buben, sondern bei den dicken Mädchen (Seite 32)! Noch anders alsSchwule müssen Männer, die biologisch keine sind, ihre Männlichkeit zeigen. „Original Plumbing“ ist ein Heft für Transmänner, die sich in verschiedenen Posen sowohl stolz als auch witzig zeigen – selbst gemachte Mannsbilder. Grund genug, sie zum Thema „butch“ in dieses MÄNNER-Heft einzuladen. Auf sechs Seiten zeigen wir, was es heißt, ein Trans-Mann zu sein (Seite 26).
Einen aufregenden August, ob Bitch oder butch, wünscht
Peter Rehberg.
Boys in the city
Wo die Unschuld aufhört, fängt die City an. Und wo sie weiterlebt, beginnt die Seele. Und dazwischen? Da sind die Jungsporträts des US-Fotografen Paul Reitz zu Hause. Für die Anthologie „Boys in the City“ knipste er seine Models nicht in den Straßenschluchten seiner Heimatstadt New York, sondern vor nackten Atelierwänden. Das hat zur Folge, dass man die Boys nicht in der City suchen muss, sondern die City in den Boys. Mal sind es die Klamotten, mal ein Augenaufschlag, mal eine Geste und mal eine Körperlinie, die die Jungs als Gewächse der Großstadt brandmarken. Manchmal ist es aber auch nur das feurige Funkeln soeben abhandengekommener Unschuld, das die City in den Fotos anfangen lässt. Aber die Unschuld funkelt noch. Wahrscheinlich weil sie weiterlebt. Paul Reitz’ Fotos haben eben Seele. <
Boys in the City
Bruno Gmünd er 2010, 96 Seiten, 29,95 Euro
www.paulreitzphoto.com
www.brunogmuender.com
Mode, Museen, Madrileños
Am 3. Juli überschwemmte der Madrid Pride die spanische Hauptstadt mit schwuler Glückseligkeit. Doch die Metropole macht auch ohne CSD glücklich. Unser Autor Christian Lütjens hat die Stadt besucht und gibt in der Juli-Ausgabe Tipps für Chueca, Space und Co.
Mighty Aphrodite
Drei Jahre nach „X“ kehrt Kylie Minogue mit einer neuen Platte zurück – und natürlich mit einem neuen Style. Im MÄNNER-Interview verrät die australische Homoikone, wie sie zur „Aphrodite“ wurde.
Kylie Minogue, 42, empfängt heute die europäischen Medien, um über ihr neues Album „Aphrodite“ und die Single „All The Lovers“ zu sprechen. Und sie empfängt natürlich nicht irgendwo. „Blakes Hotel“ im Stadtteil South Kensington ist eine dieser unauffälligen, aber ausgesprochen luxuriösen Herbergen, die typisch sind für diese wohlhabende Ecke Londons. Als wir die geräumige Suite betreten, verabschiedet sich gerade ein fünfköpfiges Fernsehteam aus Frankreich. Minogue wirkt gelöst und trotz des Stresses gut gelaunt. Sie sitzt auf einem schmalen Sessel, die Knie nebeneinander. Als Gesprächspartnerin ist sie überlegt und zurückhaltend. Kylie plappert nicht einfach drauflos, sondern denkt nach, bevor sie antwortet.
Kylie, „Aphrodite“ ist die griechische Göttin der Liebe, der Schönheit und der Lust.
Und?
Fühlst du dich wie Aphrodite?
Nein, nur ganz selten mal. Als Liebes- oder gar Sexgöttin sehe ich mich nicht. Vielleicht tauge ich eher als Liebesbotin. Ich bin überzeugt, dass sich schon viele Paare gefunden haben, während meine Musik lief. Ganz unsexy sind meine Songs ja nicht. Du selbst bist seit zwei Jahren mit dem spanischen Model Andres Velencoso Segura liiert.
Gibt es auf „Aphrodite“ Songs, die konkret von ihm inspiriert sind?
Das vollständige Interview in der Juli-Ausgabe der MÄNNER.
























